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Mönchaltorfer ist Weltmeister

Marquart schreibt BMX-Geschichte

Als erster Schweizer überhaupt holt der Mönchaltorfer Simon Marquart Gold an einer BMX-WM.

Agentur
sda
Sonntag, 31. Juli 2022, 14:49 Uhr Mönchaltorfer ist Weltmeister
Für Simon Marquart ging mit dem WM-Titel ein Traum in Erfüllung.
Foto: Keystone

Die Schweizer BMX-Fahrer trumpfen an der WM in Nantes gross auf. Simon Marquart wird als erster Schweizer Weltmeister, Zoé Claessens gewinnt bei den Frauen Silber.

Marquart übernahm im Final der besten acht nach rund der Hälfte der Strecke die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Der Mönchaltorfer siegte mit 13 Hundertsteln Vorsprung vor dem Briten Kye Whyte. Der drittplatzierte Franzose Joris Daudet, zweifacher Weltmeister, lag schon über eine halbe Sekunde zurück.

Marquart hatte schon im letzten Jahr für eine Schweizer Premiere gesorgt, als er den Gesamtweltcup für sich entschied. Zu den ganz grossen Titelfavoriten hatte er in Nantes gleichwohl nicht gehört, denn hinter seiner Form stand wegen Verletzungspech ein Fragezeichen. Im Frühling hatte Marquart einen Oberarmkopfbruch erlitten, seine Saisonvorbereitungen waren entsprechend stark beeinträchtigt.

«Ich blieb ruhig und zog vorbei, als die anderen Tempo verloren.»
Simon Marquart

«Ich hatte auf Bahn 6 für einmal eine günstige Ausgangslage, weil zu erwarten war, dass sich die Fahrer auf der Innenseite gegenseitig behindern würden. Nach sehr gutem Start und sehr guter erster Kurve blieb ich ruhig und zog vorbei, als die anderen Tempo verloren», sagte Marquart, der sich mit dem historischen Schweizer WM-Gold ein Kindheitstraum erfüllte.

Für die Schweiz hatte es bei den Männern an Weltmeisterschaften bisher zweimal Bronze gegeben. Beide Male, in der letzten Saison und vor sieben Jahren, war der jetzige Nationalcoach David Graf Dritter geworden. Der zweite Schweizer Athlet von Weltklasseformat, Cédric Butti, hatte mit der Entscheidung nichts zu tun. Der Thurgauer, Anfang Juli in Dessel in Belgien EM-Zweiter, schied in den Achtelfinals aus.

Nicht viel fehlte, und die Schweiz hätte auch im Frauen-Rennen Gold geholt. Claessens musste sich der überraschenden Amerikanerin Felicia Stancil um die Winzigkeit eines Hundertstels geschlagen geben.

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