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Unihockey NLA

Die Ustermer waren bereit

Der UHC Uster hat zum NLA-Meisterschaftsauftakt überzeugt. Er bezwang Waldkirch-St. Gallen 8:4.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 12. September 2021, 09:42 Uhr Unihockey NLA
Lauter Jubel, starke Leistung: Der UHC Uster setzte zum Saisonstart ein Zeichen.
Foto: Christian Merz

Es gibt verschiedene Arten, in eine Saison zu starten. Der UHC Uster hat sich mit dem 8:4 gegen Waldkirch-St. Gallen und damit einen Sieg gegen einen wahrscheinlichen direkten Konkurrenten um einen NLA-Playoffplatz eine denkbar vorteilhafte ausgesucht.

ach dem1:1 im ersten Drittel, in dem Martin Prazan mit einem souverän verwandelten Penalty die frühe Ostschweizer Führung ausgleichen konnte, zelebrierten die beiden Teams im mittleren Spielabschnitt ein für die 285 Zuschauer äusserst attraktives Torspektakel. Nicht weniger als acht Treffer fielen, wobei die Ustermer das bessere Ende für sich behielten und nach 40 Minuten 6:4 führten. 

Dies war unter anderem auch angesichts des Pfostenschusses von Zimmermann im ersten Drittel, dem Lattentreffer von Claudio Schmid im mittleren Abschnitt sowie den beiden Riesenchancen von Markus Kulmala, die Gäste-Keeper Lukas Genhart mit verblüffenden Reflexen zunichte machte, mehr als verdient.

Die Rolle der Hauptprotagonisten in der Ustermer Torproduktion hatten im torreichen Mittelabschnitt derweil Filip Karlsson mit drei sowie Marco Klauenbösch mit zwei Treffern inne.

Filip Karlsson traf gegen Wasa gleich viermal. (Foto: Christian Merz)

Beeindruckend war dann der abgeklärte Auftritt des jungen Ustermer Teams im Schlussdrittel, als es den Gegner und damit die Partie nahezu die ganzen 20 Minuten im Griff hatte. Auf Glück brauchte das Heimteam einzig zurückzugreifen, als der Ball nach einem Pfostenschuss von Waldkirchs Mias Wellauer aufreizend langsam zwischen dem Rücken des tadellos aufspielenden Goalies Nicola Brütsch und der Torlinie hervor kullerte.

Zehn Minuten vor dem Ende versetzte Karlsson den Ostschweizern mit seinem vierten Treffer des Abends den vorentscheidenden Dämpfer. Der Youngster hatte sich auf der rechten Seite der Bande entlang durchgetankt, war vor Torhüter Genhart gezogen und spedierte den Ball humorlos an diesem ins Netz.

Den St. Gallern half es dann auch nicht mehr, dass sie die letzten knapp sechs Minuten bei eigenem Ballbesitz mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Goalies spielten. Prazan nutzte dies zum achten Ustermer Tor, was das 8:4-Schussresultat bedeutete.

«Natürlich ist das ein sehr gutes Gefühl, mit einem Erfolg gegen einen direkten Mitkonkurrenten um die Playoffplätze in die Saison zu starten, so tankt man gleich mal Selbstvertrauen», sagte Karlsson, der nach der Partie zum besten Spieler gekürt worden war.

«Insbesondere das letzte Drittel war echt Klasse von uns; das wird uns für die weiteren anstehenden Spiele noch zusätzliche Sicherheit geben.»

Und wie sah er seine eigene Leistung? «Erfreulich, auf jeden Fall. Ich bin ein Spielertyp, der die Schüsse nimmt und durchzieht. Das hat heute toll funktioniert.» (Philipp Wyss)

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