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Zum Rücktritt des Bundesrats

Die 10 legendärsten Szenen von Ueli Maurer

Vom Hinwiler Gemeinderat bis zum Bundesrat: Während seiner Polit-Karriere bescherte uns Ueli Maurer einige unvergessliche Momente. Zu seinem Rücktritt hier eine Bestenliste.

Redaktion
Züriost
Freitag, 30. September 2022, 13:59 Uhr Zum Rücktritt des Bundesrats

Dieser Artikel wurde im Dezember 2020 publiziert. Anlässlich des am 30. September 2022 erfolgten Rücktrittes von Ueli Maurer blicken wir nochmals auf die legendärsten Szenen aus der Polit-Karriere des Bundesrats und Finanzministers zurück. (zo)

Platz 10 | Tanzeinlage in Comedy-Sendung

So hat man einen Bundesrat noch selten gesehen. In der Comedy-Sendung Rätpäck des Schweizer Fernsehens trat Ueli Maurer in einer erfundenen Kindersendung auf. Ob er bei der Zusage wusste, auf was er sich da einliess? Es darf bezweifelt werden.

Platz 9 | Säuli-Auftritt an der Olma

Dass Ueli Maurer als Bauernsohn keine Berührungsängste mit der Landwirtschaft hat, bewies er bei einem Besuch an der Olma in St. Gallen. «Ich mag Säuli – sie sind wie kleine Kinder», sagte er in die Mikrofone der Medien.

Platz 8 | In der besten Armee der Welt

Ein Besuch des damaligen Verteidigungsministers bei der selbsternannten «besten Armee der Welt» wurde zum Internet-Hit. Wohl nicht zuletzt wegen den (wohl nachträglich synchronisierten) Kommentaren des Instruktors im Walliser Dialekt. Das Video mit Flurschütze Maurer wurde inzwischen mehr als 300‘000 Mal angeklickt.

Platz 7 | Der Traum von der eigenen Kuh

Im «Teleclub»-Interview verriet Ueli Maurer Claudia Lässer seine Faszination für Kühe. «Mein Lebenstraum ist einmal eine eigene Kuh zu haben», gestand er. Für ihn sei die Kuh, das höchste Tier. Denn sie gebe nicht nur Milch, man könne auch mit ihr sprechen. «Mal eine eigene Kuh in der Stube zu haben, das wäre ein Traum», so der Bundesrat.

Platz 6 | Viktors Spätprogramm

In «Viktors Spätprogramm» gehört Ueli Maurer zu den populärsten Charakteren. Als von Viktor Giacobbo gespielte Figur taucht «Ueli» während der von 1995 bis 2002 ausgestrahlten Sendung immer wieder auf. In einer Folge wurden die verschiedenen Szenen in einem fiktiven Lebenslauf zusammengeschnitten.

Platz 5 | Hanfpflanzen im Garten

Ein Team des Schweizer Fernsehens entdeckte 2004 Hanfpflanzen im Garten der Maurers. Das Marihuana war offenbar hinter Bäumen und Sträuchern versteckt. Insgesamt sieben Pflanzen hätten sich während drei bis vier Wochen in seinem Garten in Hinwil befunden, sagte Maurer in einem Beitrag von «10 vor 10». Die Pflanzen seien vernichtet worden. Ins Detail wollte er aber nicht gehen. Nur so viel: «Das Ganze hat mit der Familie zu tun.»

Platz 4 | Ausraster im «Sonntalk»

Lange Zeit stand Ueli Maurer, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, im Schatten des SVP-Übervaters Christoph Blocher. Zum Eklat kam es deswegen 2006 in der Sendung Sonntalk auf «Tele24». Als er von Roger Schawinski als «SVP-Präsident von Blochers Gnaden» bezeichnet wird, hat Maurer genug. «Wenn sie das Gefühl haben, sie müssen mich anzünden, dann können sie die Sendung ohne mich machen», schimpft Maurer, springt vom Stuhl und läuft mitten in der Sendung aus dem Studio.

Platz 3 | Die Gras-Wette

«Ueli Maurer beisst ins Gras» titelte der «Blick» 2007, als der Hinwiler mit einem aussergewöhnlichen Talent von sich reden machte. Maurer gab an, er sei in der Lage, vierzig Gräser am Geschmack zu erkennen – ohne sie zu sehen, nur durch Kauen. «Wenn die Gräser frisch sind, weiss ich schon nach wenigen Sekunden, um welches es sich handelt», garantierte der Bauernsohn. Wiesenknaulgras etwa schmecke viel bitterer als Goldhafer.

Platz 2 | Interview auf CNN

Keine besonders gute Figur machte Ueli Maurer bei einer Live-Schaltung des US-amerikanischen Senders CNN. Abgesehen davon, dass es bei den Sprachkenntnissen noch Luft nach oben hatte, vermittelten auch die ständigen Einschübe seines Kommunikationsverantwortlichen einen amateurhaften Eindruck.

Platz 1 | «Kä Luscht»

Den vielleicht legendärsten Spruch liess Ueli Maurer nach den Bundesratswahlen 2015 fallen. Als er die Wiederwahl im Kreise seiner Anhänger aus Hinwil feiert, bittet ihn das Schweizer Fernsehen um ein Interview. Doch der Bundesrat meint nur grinsend: «Nei, kä Luscht.» Zurück bleibt ein etwas perplexer Reporter.

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