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Dorfbach schützen und Wasserkraft nützen

Pfäffiker Gemeinderat empfiehlt Ablehnung von SVP-Initiative

Das Kleinkraftwasserwerk Mühle wieder in Betrieb nehmen und den Wasserlauf durch Pfäffikon bewahren – das will die örtliche SVP. Der Gemeinderat äusserte nun seine Meinung zum Geschäft, das im November vor die Gemeindeversammlung kommt.

Redaktion
Züriost
Samstag, 17. September 2022, 15:22 Uhr Dorfbach schützen und Wasserkraft nützen
Tobelweiher in Pfäffikon
Die SVP will den Wasserlauf vom Tobelweiher (Bild) über den Mühleweiher bis zum Pfäffikersee sichern.
Archivfoto: Manuel Bleibler

Im April hat die SVP Pfäffikon die Initiative «Kulturgut Dorfbach und Wasserrechte schützen – Wasserkraft nützen» an den Gemeinderat gerichtet. Sie hat zum Ziel, das ehehafte Wasserrecht für das Kleinkraftwasserwerk Mühle Egli und den Dorfbach zu schützen. Zudem soll die Gemeinde das Kleinwasserkraftwerk wie bis anhin betreiben.

Als Folge der Initiative sollte möglichst die ganze Anlage vom Tobelweiher, Luppmen, Krebsiweiher, Gemisbächli, Mühleweiher, Druckleitung und Dorfbach bis Pfäffikersee gemäss heutigem Bestand bestehen bleiben. Ein Gesamtprojekt sollte der Gemeindeversammlung bis spätestens 31.12.2023 zur Abstimmung vorgelegt werden.

«Vernünftiger Betrieb nicht möglich»

Nachdem der Gemeinderat die Initiative im Mai für gültig erklärt hat, präsentiert er nun seine Haltung zum Geschäft: Er beantragt der Gemeindeversammlung vom 14. November die Ablehnung. «Gemeinderat und Werkkommission sind sich einig, dass aufgrund der heute vorliegenden Auflagen ein vernünftiger Betrieb des Kleinwasserkraftwerkes nicht möglich ist und auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.

Auflagen zu den Vorschriften in Bezug auf die Restwassermenge, den Hochwasserschutz oder die Sicherstellung der «Fischgängigkeit» würden hohe Investitionen verursachen, beschränkten aber gleichzeitig die Möglichkeit der Stromerzeugung. «Mit den notwendigen finanziellen Mitteln lässt sich beispielsweise mit Fotovoltaikanlagen deutlich mehr Energie zu tieferen Gestehungskosten erzeugen. «Zudem wird das Ökosystem der Luppmen als Fliessgewässer weniger belastet.»

Der Gemeinderat will sich aber für den Erhalt der Weiheranlagen einsetzen. Auch die Zuleitungen und das Kleinwasserkraftwerk sollen belassen werden. Sie seien wichtige Zeitzeugen. Die Stellungnahme der RGPK ist noch pendent. (lcm)

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