×
Neuer Vorschlag

Kommission will Wölfe vorbeugend abschiessen

Die Tiere sind in der Schweiz auf dem Vormarsch – und daran scheiden sich die Geister. Bisher dürfen die Wölfe aber nicht präventiv geschossen werden. Das könnte sich demnächst ändern.

Agentur
sda
Freitag, 24. Juni 2022, 16:29 Uhr Neuer Vorschlag
Ein Wolf aus der Nähe fotografiert.
Bevor ein Wolf getötet werden kann, muss aber wie heute das Bundesamt für Umwelt (Bafu) seine Zustimmung geben.
Foto: Pixabay

Wölfe sollen künftig nicht nur geschossen werden dürfen, wenn sie Schäden angerichtet haben, sondern auch um künftige Schäden zu verhüten. Die Umweltkommission des Ständerates nimmt einen neuen Anlauf für eine Anpassung des Jagdgesetzes.

Die Kommission verabschiedete mit 9 zu 2 Stimmen einen Entwurf für eine Teilrevision des Jagdgesetzes, wie die Parlamentsdienste mitteilten. Im Zentrum steht die proaktive Regulierung von Wolfsbeständen. Dies soll nicht nur Schäden verhindern, sondern auch dass Wölfe Menschen gefährden. Bevor ein Wolf getötet werden kann, muss aber wie heute das Bundesamt für Umwelt (Bafu) seine Zustimmung geben.

«Abschüsse auf Vorrat»

2020, vor fast zwei Jahren, lehnten die Stimmberechtigten das Jagdgesetz ab, mit dem die Wolfsjagd neu geregelt worden wäre. Bei einem Ja hätten Wölfe präventiv geschossen werden dürfen, also auch dann, wenn sie noch keinen Schaden angerichtet haben. Die Gegnerinnen und Gegner sprachen damals von «Abschüssen auf Vorrat».

Kommentar schreiben