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Minus von 5 Millionen

Das müssen Sie über die Budget-Planung der Stadt Wetzikon wissen

Die Stadt Wetzikon plant mit einem Minus von 5 Millionen Franken. Wofür die Stadt im kommenden Jahr Geld ausgeben will und ob sie die Steuern erhöhen will, erfahren Sie in der Zusammenfassung.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 30. September 2021, 17:06 Uhr Minus von 5 Millionen

Der Wetziker Stadtrat hat am Donnerstag das Budget 2022 und den Finanz- und Aufgabenplan 2022 vorgelegt. Beides wird nun dem Parlament zur Beschlussfassung vorgelegt.

Das sind die wichtigsten Eckwerte des Budgets 2022


Der Stadtrat rechnet für 2022 mit einem Minus von rund 5 Millionen Franken. Bei einem Aufwand von 269 Millionen Franken entspricht dies knapp 2 Prozent. Kostentreibend wirkt, dass mit 70 bis 80 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern zu rechnen ist. Im Gegenzug profitiert die Stadt davon, dass der Staatsbeitrag bei den Zusatzleistungen von 44 auf 70 Prozent erhöht wird – der Kanton zahlt ab 1. Januar 2022 also mehr, die Gemeinden zahlen weniger.

Die Neuverschuldung im Steuerhaushalt beträgt laut der Planung des Stadtrats 10 Millionen Franken. Aktuell betragen die langfristigen Schulden der Stadt 57,1 Millionen Franken.

Der Steuerfuss soll unverändert 119 Prozent betragen.

Das ist noch unsicher


Ein Budget ist generell eine Momentaufnahme und somit mit Unsicherheiten behaftet. Stadtrat Heinrich Vettiger (SVP) bringt es so auf den Punkt: «Ein kommunales Budget ist zugespitzt gesagt der Worst Case. Alle geplanten Ausgaben werden budgetiert – aber manchmal werden nicht alle dann auch umgesetzt.»

Spezifische Unsicherheit bergen die Entwicklung der Covid-19-Pandemie, die Beträge aus dem kantonalen Steuerausgleich und jene der Grundstücksgewinnsteuern. Laut Vettiger sind die Einnahmen aus den Steuerausgleich und Grundstücksgewinnsteuern konservativ veranschlagt worden – und bergen folglich Potenzial für positive Überraschungen.

So steht das Budget 2022 im Vergleich zu den Vorjahren da


Für das Jahr 2021 hat die Stadt Wetzikon ein höheres Defizit veranschlagt – knapp 8 Millionen betrug der budgetierte Aufwandüberschuss. Hochrechnungen zeigen allerdings, dass das effektive Ergebnis positiver ausfällt, wie Finanzvorstand Vettiger sagt.

«Aktuell gehen wir davon aus, dass wir 2021 einen Gewinn von rund 1,2 Millionen Franken erzielen», sagt Vettiger. Mit einem Gewinn von rund 6,3 Millionen Franken war auch der Abschluss des Jahres 2020 positiv.

So sieht die langfristige Finanz- und Aufgabenplanung aus


Auch die langfristige Finanz- und Aufgabenplanung wird durch Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie erschwert. Vorgesehen sind bis 2025 Investitionsvorhaben im Umfang von 123 Millionen Franken bei der Schule und im Bereich Infrastruktur.

Im Steuerhaushalt resultiert mit einer Selbstfinanzierung von 58 Millionen Franken bis Ende 2025 ein Haushaltsdefizit von 65 Millionen Franken.

Zusammen mit den Gebührenhaushalten dürften sich die verzinslichen Schulden auf 180 Millionen Franken mehr als verdoppeln. Das Nettovermögen im Steuerhaushalt liegt laut der Stadtratsplanung 2025 bei 40 Millionen Franken. Unter diesen Voraussetzungen rechnet der Stadtrat mit einer stabil bleibenden Steuerbelastung. (asü)

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