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Petition eingereicht

Verein fordert Einführung von Sek C in Wetzikon

Der Verein «Starke Volksschule Zürich» will, dass an der Sekundarschule wieder eine Abteilung C eingeführt wird. Dafür wurden Unterschriften gesammelt.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 22. September 2022, 18:04 Uhr Petition eingereicht
Vertreter des Vereins «Starke Volksschule Zürich» überreichten der Schulpflege eine Petition.
Vertreter des Vereins «Starke Volksschule Zürich» überreichten der Schulpflege eine Petition.
PD

Die Sekundarschulpflege Wetzikon hatte im Jahr 2017 beschlossen, die Sek C abzuschaffen. Ab dem Schuljahr 2018/19 wurden nur noch die Abteilungen A und B geführt. Im Jahr 2020 wurde das Thema im Wetziker Parlament mit kritischen Fragen in einer politisch breit abgestützten Interpellation aufgenommen. Die Folge davon war, dass die Schulpflege im Jahr das aktuelle Sekundarschulmodell evaluierte.

Die Evaluation ergab, dass mehr als 50 Prozent der befragten Lehrpersonen dem aktuellen Schulmodell kritisch oder sehr kritisch gegenüberstehen. Trotzdem hält die Schulpflege unbeirrt an nur zwei Sekundarschulabteilungen fest.

Das möchte der Verein «Starke Volksschule Zürich» ändern. Mittels einer Petition wandte er sich an die Bevölkerung von Wetzikon und Umgebung, «um der Schulpflege erneut zu signalisieren, dass die Abschaffung der Sek C nicht dem Wohl der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler dient.»

918 Personen, davon zwei Drittel aus Wetzikon und Seegräben und vierzehn Parlamentsmitglieder, aber auch Lehrpersonen, haben die Petition unterzeichnet. Das schreibt der Verein in einer Medienmitteilung. Am Mittwoch, 21. September, wurde die Petition dem Schulpräsidenten Jürg Schuler und Gabriela Leu, Vertreterin der Schulpflege, überreicht.

Zusätzliche Abteilung gefördert

Der Stadtrat, beziehungsweise die Schulpflege, werden mit der Petition aufgefordert, die Kritik seitens Lehrpersonen, Parlament und Bevölkerung ernst zu nehmen und wieder mindestens eine zusätzliche Abteilung an der Sekundarschule in Wetzikon einzuführen.

Die Haltung, Schüler mit sehr unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen in Einheitsklassen zusammenzufassen, möge dem aktuellen Zeitgeist entsprechen, wie ihn die Bildungsbürokratie propagiert. «Allerdings ist längst erwiesen, dass darunter vor allem die lernschwachen Schüler leiden und in ihren schulischen Entwicklungsmöglichkeiten benachteiligt werden. Diesen besorgniserregenden Entwicklungen gilt es Einhalt zu gebieten.»

 

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