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Bericht des Dübendorfer Ombudsmanns

Weniger Beschwerden über Sozialabteilung

Die Situation im Bereich Soziales habe sich 2021 beruhigt, bilanziert der Dübendorfer Ombudsmann. Doch nach wie vor betreffen die meisten Beschwerden die Sozialabteilung.

Thomas
Bacher
Freitag, 14. Januar 2022, 11:00 Uhr Bericht des Dübendorfer Ombudsmanns
Dutzende Klienten beschwerten sich bei der Ombudsstelle, weil sie sich auf dem Sozialamt unmenschlich behandelt fühlten.
Archiv: Christian Merz

Die Zahl der Anfragen und Beschwerden im Zusammenhang mit der Sozialabteilung Dübendorf hat 2021 deutlich abgenommen. Das zeigt der aktuelle Bericht des Dübendorfer Ombudsmanns Anton Frauenfelder.

So wurden im vergangenen Jahr im Bereich Soziales 15 Fälle behandelt, während es 2020 noch 26 waren. Den höchsten Wert verzeichnete Frauenfelder 2017, im Jahr nach der Einführung der Ombudsstelle. Damals gab es 44 Anfragen.

Ins Leben gerufen wurde die Ombudsstelle im Dezember 2016, nachdem wiederholt massive Vorwürfe an der Arbeit des Personals auf dem Sozialamt laut geworden waren. Die Situation im Bereich Soziales und insbesondere im Sozialdienst habe sich beruhigt, schreibt Frauenfelder nun in seinem Bericht.

Personelle Veränderungen

Den Rückgang der Anfragen stellt er in einen Zusammenhang mit personellen Veränderungen. Die Fragen der Klientinnen und Klienten hätten im Berichtsjahr mit den zuständigen Personen einvernehmlich besprochen werden können, so Frauenfelder. «Die Zusammenarbeit hat sich so entwickelt, wie es eigentlich schon von Anfang an hätte sein können.»

In früheren Berichten ging Frauenfelder jeweils detaillierter auf die Kritik an der Sozialabteilung ein, lieferte auch schon mal anonymisierte Fallbeispiele oder erörterte mögliche Gründe für die hohen Beschwerdezahlen. Doch aktuell erübrige sich eine vertiefte Auseinandersetzung, da der Stadtrat zu den Ereignissen im Sozialamt eine Administrativuntersuchung in Auftrag gegeben habe, hält er fest.

Stelle wurde aufgehoben

Mit 26 Anfragen über alle Bereiche der Stadtverwaltung und Schule hinweg verzeichnete die Ombudsstelle insgesamt sechs Fälle weniger als 2020. Zu einigen Themen gab es gegenüber dem Vorjahr allerdings mehr Beschwerden. Dabei ging es zum Beispiel um die Gefährdung von Fussgängern durch Velofahrer auf Wanderwegen, Fragen zu Hundesteuern und Steuererlass-Gesuchen oder personelle Probleme zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.

Der Bericht 2021 ist der letzte aus der Feder von Anton Frauenfelder. Denn die kommunale Ombudsstelle wurde per Ende Jahr aufgelöst. Aufgrund eines Beschlusses des Gemeinderats ist Dübendorf seit Anfang Jahr der kantonalen Ombudsstelle angeschlossen.

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