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So schnell kann Inklusion gehen

Ein Handlauf für den Bühnenaufgang des Ustermer Central

Laura
Hertel
Freitag, 15. Oktober 2021, 17:28 Uhr So schnell kann Inklusion gehen
Vor einer Woche wurde das Fehlen eines Handlaufs zur Bühne des Centrals noch kritisiert - heute ist ein solcher schon montiert.
PD

Letzte Woche, am Donnerstag, 9. Oktober, wurde im Ustermer Kulturhaus Central am «Talk about Uster» über das Thema Inklusion gesprochen. Dies, da im Dezember das auf vier Jahre befristete Pilotprojekt «Inklusionsstadt Uster» ausläuft. Bereits zu Beginn der Veranstaltung zeigte sich allerdings beispielhaft, dass die Stadt trotz deren Inklusionsbemühen noch so manche Hindernisse birgt für Menschen mit einer Behinderung.

Für Monica Utzinger, die am «Talk about Uster» mitdiskutierte, erwies sich nämlich bereits der Gang auf die Bühne als eine grosse Herausforderung. Der Bühnenaufgang führt mehrere Treppenstufen hinauf und verfügt weder über einen Treppenlift, noch über einen Handlauf – für Utzinger, die an einen elektrischen Rollstuhl gebunden ist und nur wenige Meter am Stück aus eigener Kraft gehen kann, eine Hürde, die sie nur mit grosser Anstrengung überwinden konnte.

«Heinzelmännchen» am Werk

An der darauffolgenden Diskussion stellte sich heraus, dass sich der Kampf gegen solche Barrieren in der konkreten Umsetzung nicht selten mühsam gestaltet und selbst kleine Veränderungen oft länger dauern, als es sich die Betroffenen wünschen würden. Nicht so in diesem Fall: Dem Problem mit dem Bühnenaufgang im Kulturhaus Central wurde nach dem Anlass kurzerhand ins Auge gefasst.

Nur knapp eine Woche später ist er nun mit einem Handlauf versehen und somit barrierefreier als zuvor. Gemäss Rolf Büchi, Vorstandsmitglied der Kulturgemeinschaft Uster, haben diesen am Freitag «Heinzelmännchen und Co» montiert. Das Material gesponsert hat die Büchi AG. Rolf Büchi schreibt: «So schnell können kleine Schritte zur "Stadt für Alle" umgesetzt werden.»

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