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Empfang in Turbenthal

Roman Hugi ist der beste Ballonfahrer der Schweiz

Roman Hugi hat sich am Wochenende zum Schweizermeister im Ballonfahren küren lassen können. Er beendete damit die Siegesserie eines Kontrahenten.

Bettina
Schnider
Montag, 09. August 2021, 13:02 Uhr Empfang in Turbenthal

In Affoltern in Emmental hat letzte Woche der Swiss Cup im Heissluftballonfahren stattgefunden. Am Wettbewerb sind auch internationale Teilnehmer zugelassen. Der beste Schweizer Ballonfahrer im Gesamtklassement darf sich aber Schweizermeister nennen, auch wenn er nicht den ersten Platz erreicht.

Doch Roman Hugi aus Turbenthal liess nichts anbrennen. Er gewann den Swiss Cup und damit auch die Schweizermeisterschaft. «Neben der Bronzemedaille an der Europameisterschaft 2017 ist das sicher der grösste Erfolg in meiner Karriere», sagt er am Montag stolz.

Besonders freut ihn, dass er Stefan Zeberli «entthronen» konnte. Dieser ist nicht nur die Weltnummer eins der Heissluftballonfahrer, sondern hat seit 2006 jede Schweizermeisterschaft gewonnen. Aber nicht dieses Jahr. «Dass ich ihn schlagen konnte, ist einfach unglaublich toll», meint Hugi.

OL in der Luft

Der Wettbewerb im Emmental begann vergangenen Donnerstag. «Eigentlich waren sieben Fahrten vorgesehen, doch wegen des Wetters konnten nur vier durchgeführt werden», erklärt Hugi. Im Ballonfahren gehe es nicht nur darum, mit dem Ballon von A nach B zu kommen.

Die Pilotinnen und Piloten müssen auf ihren Flügen verschiedene Aufgaben meistern. «Am besten vergleichen kann man es wohl mit einem Orientierungslauf am Himmel», sagt der Turbenthaler. Beispielsweise müssen sie spezielle Markierungen am Boden treffen oder einen möglichst spitzen Winkel fliegen. «Diese Aufgaben werden dann mit dem GPS ausgewertet.»

Angekommen im Korb

Am Sonntagabend erwartete den frischgebackenen Schweizermeister eine kleine Überraschung in seinem Heimatort. «Meine Vereinskollegen der Ballonsportgruppe Mostindien haben einen Empfang in Turbenthal organisiert.» Auch Freunde und Bekannte nahmen daran teil. Ebenso war Gemeinderat Walter Fehr war mit von der Partie.

«Sie haben Ballonkörbe aufgestellt und Flammen erzeugt», erzählt Hugi. In einem Korb sei er zusammen mit seiner Frau und seinem Kind durch die Menge geschoben worden. «Es hat mich überaus gefreut, auf diese Weise meinen Titel feiern zu können.»

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