×
Uster statt Bern

Der Demo-Tag in Uster zum Nachlesen

Tausende Massnahmen-Gegner liefen am Samstag durch Uster. Die Ereignisse zum Nachlesen.

Redaktion
Züriost
Samstag, 25. September 2021, 19:30 Uhr Uster statt Bern

Zwei- bis dreitausend Menschen waren am Samstagnachmittag gekommen, um gegen die Corona-Massnahmen zu protestieren. Wir waren live vor Ort und haben die Stimmung in der Stadt eingefangen. Die Reportage gibt es hier.  

Ticker

19.15 Uhr - Over and out

Wir bedanken uns bei allen Lesern des Livetickers und wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Restwochenende. Bleiben Sie gesund!

19.10 Uhr - Kritik an Stadt und Demonstranten

Mirjam de Boni, Geschäftsführerin von «Hello Vegan» in Uster, kann dem Tag heute nur wenig abgewinnen. Zum einen nervten sie die Demoteilnehmer, die ohne Maske bei ihr einkauften - zum anderen fühlte sie sich vorab schlecht von Polizei und Stadt informiert. Ihre Auskünfte bezog sie nahezu ausschliesslich aus den sozialen Medien. Ein Unding, wie sie findet.

18.45 Uhr - ZDF-Team massiv belästigt

Wie das Online-Portal «20minuten» unterdessen konkret berichtet, wurde bei der Demonstration in Uster ein Fernsehteam des deutschen TV-Senders ZDF massiv bedrängt. Die Fernsehleute vom Auslandjournal waren zuvor von «Massvoll»-Gründer Nicolas Rimoldi eingeladen worden. Rimoldi bestätigte dies inzwischen gegenüber «20minuten».

18.40 Uhr - «Wir kämpfen nur gegen die Massnahmen»

Simone und Martin Ehrismann, Präsidentin von Stiller Protest und ihr Gatte, entschuldigen sich vor den Vorfall mit Journalisten - zeigen sich aber sonst weitgehend zufrieden mit dem Verlauf der Demonstration,

17.25 Uhr - «Alles ist reibungslos über die Bühne gegangen»

Erleichterung auch bei Jean-Francois Rossier (SVP), Sicherheitsvorstand der Stadt Uster, dass alles so gut abgelaufen ist.

17.20 Uhr - Das Fazit der Polizei

Zwei- bis dreitausend Teilnehmer bei der Demo. Keine Zwischenfälle bzw. keine Kenntnis zu einem angeblich angegriffenen Journalisten. Patrick Céréda, Medienchef der Kantonspolizei Zürich, ist zufrieden mit dem Verlauf des Nachmittags.

16 Uhr - Demonstration kling aus

Am Ende kam es noch zu einige Pöbeleien zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten. Aber alles in allem war es ein friedlicher Nachmittag in Uster. Ein Grossteil der Massnahme-Kritiker ist bereist wieder auf dem Heimweg per Bus oder Bahn.

15.15 Uhr - Mit freundlichen Grüssen II.

Die Atmosphäre in Uster ist nach wie vor entspannt. Selbst die Gegendemonstranten rauchen verbal die Friedenspfeife - sind nicht gegen die Meinungsfreiheit und Demonstrationen, aber pro Impfung.

15.05 Uhr - Mit freundlichen Grüssen

Yves Bellmont aus Uster steht vor dem «Uster 77» und streckt den Demonstranten sein Plakat entgegen. Er ist zum ersten Mal an einer Demonstration und wollte eine Gegenstimme sein. «Wären wir in Dänemark und wären ähnlich viele Menschen geimpft, hätten wir dieses Jahr einen Uster Märt», sagt er. Per se etwas gegen die Demonstration habe er nicht: «In diesem Land herrscht Meinungsfreiheit. Ich bin eben auch anderer Meinung als die Demonstranten und das wollte ich zeigen.»

15.02 Uhr - Gespenstische Ruhe

Der Tross zieht weiter in Richtung Stadthaus. Der Traum vieler Grünen ist derweil auf der Zürichstrasse wahr geworden. Das Zentrum ist verwaist - freie Fahrt für Velofahrer.

15 Uhr - «Demo ist nur gut für die eigene Show»

Kann man so sehen. Muss man aber nicht.

14.55 Uhr - Uster ist geteilter Meinung

Mittlerweile ist auch das Stadtzentrum von Schaulustigen bevölkert. Einige klatschen frenetisch in die Hände. Andere mustern das Ganze eher skeptisch aus kritischer Distanz.

14.50 Uhr - «Ich bin hier, um für meine Grundrechte einzustehen»

Kann man so sehen. Muss man aber nicht.

14.35 Uhr - Liberté! Liberté! Liberté!

«Eine  süsslich krude Mischung aus krummen Stumpen und Joint hängt in der Luft», beschreibt ein Augenzeuge die Szenerie. «Friedlich vereint marschieren sie. In Einigkeit darüber, dass sie uneins sind - abgesehen von Corona.»

Sa 25.09.2021 - 14:15

Der Protestmarsch läuft vorbei am Zeughausareal in Richtung Bahnhof. Nach den Trychlern kommen die Massnahmen-Kritiker. Die Stimmung ist bisher entspannt.

14 Uhr - Es geht los

Der Zug der Teilnehmer setzt sich nun in Bewegung. Die von der Polizei genehmigte Strecke misst rund zwei Kilometer. Hoffen wir, dass alles ruhig bleibt.

13.55 Uhr - Start des Demo-Umzugs verzögert sich

Noch immer strömen Menschen auf das Veranstaltungsgelände. Aktuell wird ihre Zahl auf rund 1000 geschätzt.

13.50 Uhr - Danke, für die lieben Grüsse!

Eine Rednerin dankt der Stadt für die Grosszügigkeit, die Demo bewilligt haben. Es steht ein zwei Kilometer langer Marsch durch die Innenstadt an. Um 13.50 Uhr soll es losgehen. Die Rednerin kritisiert insbesondere den Zürcher Oberländer für die Berichterstattung im Vorfeld. «Es ist kein Platz, weder für Rechts- noch Linksextreme. Wir sind keine Impfgegner sondern Massnahmenkritiker!» Das sei ein Zitat für die Presse.

An dieser Stelle sagen wir: Herzlichen Dank.

13.40 Uhr - Teilnehmer aus den verschiedensten Milieus

Bisher haben sich laut Beobachtern rund 500 bis 1000 Menschen zur Demonstration in Uster eingefunden. Die Mischung ähnelt der auf anderen Veranstaltungen der Szene: Hippies, Rechte und Verschwörungstheoretiker.

13.10 Uhr - Ustermer bleiben zu Hause

Im Zentrum ist es ruhiger als normal. Die Ustermer scheinen auf die Polizei gehört zu haben und meiden das Zentrum. Unterdessen strömen zahlreiche Menschen aus den Zügen. Vermutlich, um an der Demonstration teilzunehmen.

12.55 Uhr - Bisher bleibt alles ruhig

Die Polizei hält sich bisher sehr im Hintergrund - ist aber sichtbar präsent.

12.50 Uhr - Immer mehr Menschen strömen auf das Veranstaltungsgelände

Die Anhänger von «Mass-Voll» sind mit ihren lila T-Shirts besonders gut zu erkennen, stechen aus der Masse heraus. Bisher sind weniger Menschen unterwegs als vermutet hätte werden können. Allerdings bestätigen Augenzeugen vor Ort, dass die Zahl der Maskenträger in Uster heute wesentlich geringer ist, als an anderen Tagen.

12.40 Uhr - «Wir fordern alle auf, gewaltfrei und friedlich zu protestieren»

Die Trychler machen sich unter Aufsicht der Polizei bereit. Unterdessen sagt Oli Sennhauser, heute Sprecher von den Freunden der Verfassung in Uster, dass er sich auf den Protestmarsch freue. «Wir fordern alle auf, gewaltfrei und friedlich zu protestieren.» Organisiert wird die Demonstration von der Vereinigung «Stiller Protest». Allerdings hatten auch weitere Gruppierungen wie «Mass-Voll» oder «Freunde der Verfassung» dazu aufgerufen, nach Uster zu kommen.

12.35 Uhr - Demo-Teilnehmer begeben sich zum Ort

Unterdessen beginnen sich die Demonstranten zu sammeln. Mit dabei: Schweizer Flaggen und Kuhlocken. Basler und Berner Dialekt ist zu hören.

12.25 Uhr - Uster empfängt die Massnahmegegner

In Kürze startet in Uster die Veranstaltung der Massnahme-Gegner. Statt am Donnerstag wie üblich nach Bern haben sie in dieser Woche ihre Anhänger nach Uster gerufen. Noch ist unklar, wie viele den Weg in die drittgrösste Stadt des Kantons finden werden. Klarer ist hingegen, was ein Teil der Stadtbevölkerung von der heutigen Veranstaltung hält. 

Kommentar schreiben