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Kulinarische Weltreise

Der bequeme Cowboy-Caviar

Spezialitäten aus den Küchen der Welt zuhause auf dem Teller: Züriost hilft, die Traumdestinationen kulinarisch in die eigenen vier Wände zu holen. Heute mit einem Grenzgang zwischen Texas und Mexiko.

Lea
Chiapolini
Sonntag, 25. September 2022, 10:00 Uhr Kulinarische Weltreise
Farbenfroh und gesund: Drei Varianten für die Verwendung von Cowboy Caviar.
Lea Chiapolini

Ich gebe es zu, ich war noch nie in Mexiko. Aber in Texas. Zu behaupten, die Küchen der beiden Länder beziehungsweise Staaten, seien vergleichbar, würde wohl einige empörte Kommentare hervorrufen. Dass sich die Hauptzutaten der bekanntesten Gerichte jedoch sehr ähneln, darf ich wohl ohne schlechtes Gewissen behaupten: Bohnen, Mais, Fleisch – Chili con Carne lässt grüssen.

Aber an heissen Sommertagen ein Chili? Da genügt wohl kein Sauerrahm der Welt, um dieses Gericht auf erfrischend umzupolen. Doch es geht auch anders. Ich habe das folgende Rezept schon einige Male auf eigene Faust zusammengewürfelt, bevor ich im Internet per Zufall auf einen Namen dafür stiess: Cowboy Caviar.

Und so geht's! (Handyvideo: Lea Chiapolini)

Die Anlehnung an Kaviar darum, weil in diesem Salat alle Bestandteile sehr klein geschnitten werden. Und in den Zeiten der echten Cowboys wird es zwischen den USA und Mexiko wohl auch noch keine Mauer gegeben haben, sodass wir uns hier und heute nicht entscheiden müssen, ob es sich nun um ein mexikanisches oder texanisches Gericht handelt.

Der Herd bleibt bei der Zubereitung kalt, dafür wird teilweise auf Dosenfutter zurückgegriffen. Wer allerdings schwarze Bohnen und Mais aus der Konservenbüchse verschmäht, kann diese auch auf eigene Faust kochen. Dazu kommen kleingeschnittene Peperoni – rot und grün – sowie rote Zwiebeln und Avocado. Wer es scharf mag, kann hier noch mit Jalapeños nachfeuern. Optional auch die Zugabe von Kräutern wie etwa Koriander.

Zusammen mit der Sauce aus Olivenöl, Apfelessig, Cayenne, Salz, Knoblauchpulver, Pfeffer und Limettensaft ergibt sich ein Gericht, das individuell noch weiter angepasst werden kann. Wer mag, kann angebratenes Fleisch direkt untermischen oder den Salat als Beilage am Grillabend servieren, etwa direkt auf Lattichblättern angerichtet. Mit Tortillachips kombiniert, eignet sich die Mischung auch als Dip – hier würde es sich allerdings empfehlen, etwas Tomatensalsa unterzumischen, damit der Cowboy Caviar nicht in alle Richtungen davonspringt. En Guete und Yee-Haw!

Einkaufsliste für 4 Personen: 

300g Mais
250g schwarze Bohnen
1 rote Peperoni
1 grüne Peperoni
1 rote Zwiebel
1 Avocado
1 Limette
4 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
Cayenne, Salz, Knoblauchpulver, Pfeffer
Jalapeños und Koriander nach nach Belieben

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Juli 2020. Im Rahmen unseres Essen&Trinken-Specials veröffentlichen wir ihn nun erneut.

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