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Züriost-Blog

Von Laubbläsern, Schwertern und toten Bambis

Redaktion
Züriost
Sonntag, 31. Januar 2021, 14:00 Uhr Züriost-Blog

Mit zwei Zweijährigen und zwei Fünfjährigen im Wald. Während die Kleinen durch das Dickicht stürcheln, sammeln die Grossen so viele Stecken, wie ein einzelnes Menschlein von 1 Meter Grösse nur tragen kann, und unterhalten sich.

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Kind A: Min Stäcke isch e Füürpischtole! Da chunnt Füür use, bäm, bäm!

Kind B: Mine au. Mine isch au e Füürpistole und no vill grösser! Oder söllemer Laubblöser spille?

A: Laubblöser! Ja, mir wäred Laubblöser gsi. Mir hetted riesigi Laubhüfe devo blase!

B: Bwww, bwww, bwww! Ich hetti s Laub am witischte blase!

A: Ich au, ich hettis sogar no witer blase!

B: Und ich hettis au witer blase! Aber jetzt wär ich en Ritter si wo die Böse jagt. Min Stäcke wär es Schwert!

A: Mit eusne Schwerter hettemer die Böse abgstoche! Oder? Eusi Schwerter wäred so scharf gsi!

B: Ja, mit dene hettemer de Böse grad de Chopf abgschnitte! Bäm, bäm! 

A: Mir chönnted au Förschter si. Mir müessted mit de Stäcke d Boim markiere wo d Waldarbeiterinne müend fälle.

B: Ah genau, du wärsch de Förschter und würsch d Boim markiere, und min Stäcke wär e Motorsagi und ich würd als Waldarbeiter die Boim umtue!

A+B: Rrrrr, Rrrrrrr, Rrrrrrrrrrr!

B: Es brucht au en Jäger. Mir wäred Jäger und würded uf d Tier schüsse! Da hettis es Babyreh und das würemer schüsse zum de Wald schütze!

A: Ja, bäm, bäm! ... Aber... das isch doch uh trurig. Das Reh hett doch sicher en Bapi und es Mami! Das chömer doch nöd abschüsse!

B: Jaaaa... aber Jäger müend das mache! Es mues jetzt leider sii!

A: Also guet, denn schüssemer halt s Mami und de Papi au grad ab, denn isch es nöd so schlimm!

Isabelle Maissen fragt nicht, ob sich Beruf und Familie vereinen lassen. Sie packt einfach alles ins Leben, was ihr wichtig scheint: Den abenteuerlichen Alltag mit zwei Schulkindern, einen Job, der jeden Tag anders daherkommt und viel Auslauf in Form von sportlicher Betätigung. Manchmal liegt auch etwas Schlaf drin. Der Ehemann «hilft» nicht im Haushalt, sondern erledigt genauso selbstverständlich seine Hälfte, wie sie ihre Hälfte zum Einkommen beiträgt. Die Ehe funktioniert trotzdem und die Kinder wirken soweit unbeschädigt.

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