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Züriost-Blog

Salamibrot oder Früchteteller - aber bitte ohne Sahne

Redaktion
Züriost
Sonntag, 23. August 2020, 15:08 Uhr Züriost-Blog

Das erste Gespräch mit unserer ersten Kindergärtnerin.

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- Grüezi, Frau Maissen! Sie sind s Mami vom Silvan!

- Jaja, genau, Grüezi! Em Silvan hend die erschte Täg glaub gfalle.

- Schön, schön. Losed Sie, guet gsehn ich Sie. De Silvan hett ja ide Summerferie Geburtstag gha. Drum dörf er au als erschte das Schueljahr im Chindsgi Geburtstag fiire!

- Ou wow, das isch ja super!

- Ja, das gfallt de Chind! Es wär dänn halt scho morn.

- Morn?? Aha!!

- Aso Sie müend natürli nöd debii si! Das isch ohni Eltere.

- Aha! Logisch. Aber... en Znüni? Bringt s Geburtstagschind en Znüni?

- Aso das isch natürli absolut freiwillig!! Wenns ihne z churzfrischtig isch...

- Nei, nei! Nei, das gaht scho. Sonen Chueche isch ja schnäll gmacht, und poschte muesmer ja sowieso, au am erschte Chindsgitag!

- Ja aso, no zum Stichwort Chueche...

- Äh, ja?

- Mir hend all zwei Wuche en Geburtstag. Fascht jedes Mal gits Schoggichueche. S ganz Jahr.

- Ah! Oh! Demfall lieber kein Schoggichueche?

- Aso das isch natürli absolut freiwillig! Wenn Sie de halt gern mached...

- Nei, Nei! Nei, da findemer scho öppis!

- Eifach nüt mit Rahm. Allgemein ohni Sache wo verlaufed.

- Oh! Ah! Logisch. Keis Problem. Aber... Allergischi Chind hetts keini drunder?

- Nei, nei, i eusem Chindsgi isch das ganz unkompliziert! Aber s dörf zum Bieschpiel au en Früchteteller sii.

- Aha. Oh.

- Ja guet, oder au mal es Salamibrötli. Wär mal öppis anders. Aber nur kei Umständ!

- Jaja, keis Problem. Das gaht scho.

- Super! Danke! Demfall bis morn am Morge am Achti, und erholsame Namittag no!

Isabelle Maissen fragt nicht, ob sich Beruf und Familie vereinen lassen. Sie packt einfach alles ins Leben, was ihr wichtig scheint: Den abenteuerlichen Alltag mit zwei Schulkindern, einen Job, der jeden Tag anders daherkommt und viel Auslauf in Form von sportlicher Betätigung. Manchmal liegt auch etwas Schlaf drin. Der Ehemann «hilft» nicht im Haushalt, sondern erledigt genauso selbstverständlich seine Hälfte, wie sie ihre Hälfte zum Einkommen beiträgt. Die Ehe funktioniert trotzdem und die Kinder wirken soweit unbeschädigt.

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