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Stall für 18'000 Legehennen

Zwei Jahre dauerte es, biss Willi Vögeli seinen privaten Gestaltungsplan für den 18'000 Hennen-Stall der Stadt zur Genehmigung vorlegen konnte. Der Stadtrat von Illnau-Effretikon empfiehlt dessen Annahme.

Dienstag, 20. März 2012, 08:01 Uhr

Der Stadtrat von Illnau-Effretikon dem privaten Gestaltungsplan von Willi Vögeli in Agasul zugestimmt. Vögeli wolle sich auf dem elterlichen Betrieb eine neue Existenz aufbauen, heisst es in einer Mitteilung. Die Landwirtschaftliche Nutzfläche von 12,8 Hektaren sei aber zu klein, um zukunftsfähig zu sein. Daher wolle Vögeli neben dem Ackerbau auch in die Geflügelhaltung einsteigen und hierfür einen Stall für 18'000 Legehennen errichten. Nach der Zustimmung des kantonalen Amtes für Raumentwicklung im Jahre 2010, reagierte der Stadtrat erst ablehnend, weil ein derart grosses Bauvorhaben die Struktur des Bauerndorfes Agasul stören würde. Aufgrund eines Wiedererwägungsgesuches von Vögeli, nahm der Stadtrat eine Neubeurteilung vor und beschloss, das Bauvorhaben unter gewissen Voraussetzungen was Einordnung, Gestaltung, Ökologie und Energie betrifft, gutzuheissen.

Von den Nachbargemeinden hatte lediglich Winterthur gewisse Bedenken, weil Agasul, das im kantonalen Richtplan als Landschaftsförderungsgebiet bezeichnet wird, auch als Naherholungsgebiet für Winterthur diene. Konkrete Einwände seien jedoch ausgeblieben, heisst es weiter.

Hofdünger in Biogasanlage

Von privater Seite sind sieben Einwendungen eingegangen. Dabei sei es in erster Linie um Einordnung, Verkehr und Geruchsemissionen gegangen. Weiter wurde erwähnt, dass unweit von Illnau-Effretikon ein anderer Geflügelhof zum Verkauf stehe. Ausserdem soll der Hofdünger an die Biogasanlage in Horben geliefert werden, sollte diese gebaut werden.

Pro Natura reichte zwei Anträge ein: Einerseits sollten Bemühungen zur Alternativastandortsuche aufgezeigt werden und andererseits sollte der Gestaltungsplanperimeter auf die gesamte Betriebfläche des Gesuchstellers ausgeweitet werden, damit die Verpflichtung zu ökologischen Ausgleichsflächen eingebunden werden könne.

Weiter formulierte der Kanton Auflagen wie etwa die Offenlegung des Dickibachs und Vorschläge zur naturnahen Gestaltung des Sennwisbächlis und des Dickibachs. Ausserdem wurde eine Rekultivierungspflicht auferlegt. Weitere Auflagen machte der Kanton zum Einreichen von Hofdüngerabnahmeverträgen. Ausserdem müsse mit dem Gestaltungsplan ein detailliertes Umgebungskonzept eingereicht werden.

Nun liegt der fertige Gestaltungsplan vor. Der Stadtrat zeigt sich überzeugt, dass eine gute Lösung gefunden worden ist, und empfiehlt dem Grossen Gemeinderat, dem Privaten Gestaltungsplan Agasul zuzustimmen.

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