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Strassensanierung in Bauma

Neue Abstimmung zu Tempo-60-Zone

Das Ja der Baumer zur Tempo-60-Zone auf der Stegstrasse wirbelte die Sanierungspläne des Kantons durcheinander. Nun ist das weitere Vorgehen geklärt. Die Baumer müssen im nächsten Dezember erneut über das Projekt abstimmen.

Montag, 29. Januar 2018, 16:25 Uhr Strassensanierung in Bauma

Es gab einiges zu besprechen, als sich die Vertreter des Baumer Gemeinderats und der kantonalen Baudirektion kürzlich zu einer Sitzung trafen. Thema war die geplante Sanierung der Stegstrasse zwischen dem Dorf Bauma und dem Weiler Lipperschwendi. Die Arbeiten an dem drei Kilometer langen Abschnitt der Kantonsstrasse sollen im April beginnen und bis nach den Sommerferien abgeschlossen sein. Doch seit der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember herrschte Unklarheit, ob die Sanierung wie geplant stattfinden kann. Denn die Baumer Stimmbürger hatten einer Gemeindeinitiative zugestimmt, die auf der Stegstrasse im Bereich des Weilers Seewadel eine Temporeduktion von 80 auf 60 Kilometer pro Stunde fordert. Die dafür vorgeschriebenen baulichen Anpassungen erfordern eine neue Bewilligung, weshalb sie nicht gleichzeitig mit der Sanierung umgesetzt werden können. 

Zudem müsste die Gemeinde die Kosten von 350’000 Franken für den Bau von sogenannten Eingangstoren und einem Fussgängerübergang selber tragen. «Das ist sehr viel Geld. Wir werden uns beim Kanton für eine günstigere Variante einsetzen», versprach Gemeindepräsident und Sicherheitsvorstand Andreas Sudler (parteilos) an der Gemeindeversammlung. 

Abklärungen bis Mitte Jahr

Wie realistisch eine Kostenreduktion ist, bleibt abzuwarten. «Der Bau von Eingangstoren ist bei einer Temporeduktion auf einer Überlandstrasse gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt daher wenig Spielraum», sagt Sudler. Bei der Sitzung einigten sich Gemeinde und Kanton jetzt über das weitere Vorgehen. Das Amt für Verkehr wird in den nächsten Monaten eine Studie durchführen. «Dabei wird ein Vorschlag für die bauliche Umsetzung erarbeitet und darauf basierend die Finanzierung respektive die Verteilung der Kosten nochmals betrachtet», sagt Mediensprecher Markus Gerber. «Die Studie sollte spätestens im Juni 2018 vorliegen, sodass die Kostenteilerdiskussion bis zu den Sommerferien abgeschlossen werden kann.» 

Damit ist auch der weitere Fahrplan für die Gemeinde klar. «Sobald wir das Ergebnis der Studie haben, können wir damit beginnen ein konkretes Projekt auszuarbeiten, dass dann öffentlich aufgelegt werden muss», sagt Gemeindepräsident Sudler. Werde dieses Projekt bewilligt, habe man die Grundlage zur Bewilligung eines Projektkredits.  «Wenn alles klappt, können die Baumer bei der Gemeindeversammlung im nächsten Dezember darüber abstimmen.» 

Seewadel muss warten

Die Bauarbeiten an der Stegstrasse sollen dennoch wie geplant im April starten. «Die Sanierungsarbeiten werden wie angekündigt durchgeführt», sagt Gerber. Die Studie habe keinen Einfluss auf den kommunizierten Terminplan und die Vollsperrung, die vom 23. Juli bis 20. August dauern soll. Das ganze Teilstück Seewadel werde aber vorerst belassen, bis klar sei, wer welche Kosten übernimmt.

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